Mit viel Engagement und zahlreichen Stunden von Vereinsmitgliedern wurde die diesjährige Weihnachtsausstellung im Museum Härtel-Haus vorbereitet. Alte weihnachtliche Exponate aus dem Museumsfundus und auch als Leihgaben wurden zusammengetragen und die Ausstellungräume mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Insbesondere bedurften die älteren „mechanischen“ Exponate noch einiger Reparaturen, bis alles auch wieder einwandfrei funktionierte. Besonderer Dank gilt dafür Frank Graf und Eckhard Eilhauer, die beispielsweise viele Stunden vor, hinter, über und unter dem mechanischen Weihnachtsberg des Webschullehrers Johannes Keller verbracht hatten, bis kurz vor der Eröffnung am 10.01.2026 verkündet werden konnte:
„Er läuft wieder.“
Der Ausstellungsraum im Museums-Seitengebäude beherbergte neben Puppenstuben und verschiedenartigen alten Pyramiden einen mechanischen Berg von Werner Markgraf, altes Blechspielzeug mit Antriebsmaschine, ein sogenanntes „Buckelbergwerk“, auf dem der Steiger-Marsch gespielt wurde und eine große Bergparade aus 59 von Frank Müller geschnitzten und bemalten Figuren.
Weiterhin drehten sich dort auch ein Riesenrad und ein Kinderkarussell. Wen die Ortsgeschichte von Jacob interessierte, der konnte dort eine Treppe höher bei Andreas Häcker einiges erfahren.
Im Museums-Hauptgebäude wurden neben Schnitzereien und Leuchtern alte erzgebirgische Figuren und verschiedene Pyramiden präsentiert.
Im Flur nickte der Weihnachtsmann vom „Männel-Metzner“ den Besuchern zu, den noch viele Gäste von früher in ihrer Erinnerung hatten.
Das unumstrittene Highlight der Ausstellung war jedoch der kellersche Weihnachtsberg, der in einem extra Raum vorgeführt wurde. Dieser stellt den Ablauf der Weihnachtsgeschichte mit verschiedenen Orten und Bildern dar, wie in einem Krippenspiel. Dabei faszinierte die Besucher vor allem die ausgeklügelte Mechanik der Antriebe unter dem Tisch, die gleichzeitig mit betrachtet werden konnte.
Auch die kleinen Gäste durchforsteten mit viel Interesse unsere Ausstellung, denn Noreen Leichsenring entwarf ein Suchspiel für sie. Mutti, Vati oder Großeltern durften natürlich dabei helfen. Am Ende gab es dann für die erfolgreichen „Spürnasen“ ein kleines Geschenk.
Väterchen Frost hatte am ersten Wochenende die beiden Ausstellungstage voll im Griff. Das hinderte aber die interessierten Gäste nicht, zu uns zu kommen. In den Ausstellungsräumen spendeten die alten Öfen behagliche Wärme und im Hofbereich brachten Heizstrahler und eine Feuertonne etwas zusätzliche Wärme und ließ die Besucher am Ende ihres Rundganges zu einem Plausch bei einer Tasse Tee, Punsch oder Glühwein verweilen und das Gesehene auswerten.
Auch gab es Freude über das eine oder andere Zusammentreffen. Dabei wurden anregende Gespräche geführt und bei so manchem kamen auch wieder Kindheitserinnerungen auf.
Abschließend können wir einschätzen, dass die Ausstellung ein voller Erfolg war, und sich alle Arbeit gelohnt hat. Auf diesem Weg möchte sich der Vorstand bei allen aktiven Vereinsmitgliedern für ihre Mitarbeit bei Vorbereitung und Durchführung unserer Weihnachtsausstellung recht herzlich bedanken. Ohne die Hilfe eines Jeden wäre diese nicht möglich gewesen. Bedanken möchten wir uns auch bei denjenigen, die uns ihre wertvollen Exponate zur Verfügung gestellt hatten.
Text: Annette und Rolf Härtel Fotos: Rolf Härtel, Noreen Leichsenring
Dieses Jahr feiert das Museum „Härtel-Haus“ in der St. Jacober Hauptstraße 170 sein 320-jähriges Bestehen. Im Jahr 1705 wurde der älteste Teil des Fachwerkhauses vom Erstbesitzer Hans Härtel aus den Hölzern der damals abgebrochenen Jacober Kirchschule errichtet. Davon zeugt heute noch ein im Haus eingebauter Balken, der die Jahreszahl 1610 trägt.
Aber die Zeit geht an einem solchen Fachwerkbau auch nicht spurlos vorüber. Nachdem im Jahr 2005 eine Generalsanierung mit Dacherneuerung durch die Gemeinde und durch die Vereinsmitglieder im September 2005 anlässlich des 300. Geburtstages des Hauses eine Fassadensanierung unter der Federführung von Mitglied Lothar May † durchgeführt wurde, waren inzwischen auch wieder Schäden an Fachwerkfeldern, vor allem am Südgiebel des Seitengebäudes zu verzeichnen.
Zustand vor der Sanierung
Deshalb waren in diesem Jahr wieder Arbeitseinsätze durch die Vereinsmitglieder geboten, die sich hauptsächlich der Sanierung des Südgiebels widmeten. Nachdem die Firma Frank im August das Gerüst aufgestellt hatte, begannen die Sanierungsarbeiten an einzelnen Fachwerkfeldern. Dazu wurden in den Gefachen ausgebrochene Lehmfüllungen nachgearbeitet und nach dem Entfernen loser Putzflächen einige Fachwerkfelder neu mit Lehmputz versehen und abschließend mit weißer Kalkfarbe neu gestrichen. Aber auch die oberen Fenster und die Fachwerkbalken selbst hatten dringend Farbe nötig. Und solange das Gerüst noch die Möglichkeiten bot, hatten Vereinsmitglieder Fenster abgeschliffen und gestrichen und auch die Fachwerk-Balken samt der vorhandenen Holzverschalung erhielten einen Neuanstrich mit spezieller Holzfarbe in Schwarz. Im September konnten die Arbeiten beendet werden.
Sanierter Südgiebel
Damit haben die Vereinsmitglieder Frank Graf, Holger Kaiser und Rolf Härtel dem „Geburtstagskind“ ein Geschenk gemacht, und die Südfassade erstrahlte noch vor dem Tag des offenen Denkmals wieder in altem Glanz. Den aktiven Vereinsmitgliedern sei an dieser Stelle nochmals recht herzlich für ihren ehrenamtlichen Einsatz gedankt.
Nachdem wir im letzten Amtsblatt auf Seite 23 über den Beginn des Schülerprojektes an der Jakobus-Mittelschule berichtet hatten, soll nun die Fortsetzung unserer Berichterstattung darüber folgen.
In der Zwischenzeit konnten die eingebrachten Schülerentwürfe der 8. Klassen im Foyer des Verwaltungszentrums der Gemeinde Mülsen ausgestellt werden. Von den beteiligten Schülergruppen selbst wurden vier Motive ausgewählt, die zukünftig die Sommerverkleidung der Pyramide zieren sollen. Jede Seite erhält ein Motiv in einer der vier Jahreszeiten.
Die zur Bemalung vom Heimatverein bereitgestellten Sperrholzplatten wurden in der Zwischenzeit grundiert und ein Hintergrund als blauer Himmel aufgetragen. Gegenwärtig arbeiten die Schülergruppen an der Übertragung der ausgewählten A4-Motive auf die großen Sperrholztafeln, was durchaus eine Herausforderung darstellt.
Wir dürfen gespannt sein, wie sich das Projekt weiterentwickelt. Über den Fortgang wird wieder berichtet. (Text und Fotos: Rolf Härtel)
Rolf Härtel Vorsitzender Heimatverein Mülsen St. Jacob e.V.
Die Jakobus-Mittelschule hat gemeinsam mit dem Heimatverein Mülsen St. Jacob e.V. ein besonderes Kunstprojekt ins Leben gerufen:
Im Rahmen eines Ganztagsangebots gestalten Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse die sommerliche Verkleidung der neuen Ortspyramide in Mülsen St. Jacob.
Unter der Leitung der Kunstlehrerin Frau Thiem-Schneider bemalen die Jugendlichen Sperrholzplatten mit charakteristischen Motiven aus ihrem Heimatort.
Ziel ist es, der Pyramide eine farbenfrohe und ortsverbundene Hülle zu verleihen, die das kulturelle Leben in Mülsen St. Jacob widerspiegelt.
Das Projekt ist Teil des LEADER-Förderprogramms und wurde nach intensiver Abstimmung zwischen Schule, Gemeinde und Heimatverein vertraglich abgesichert.
Seit Projektstart treffen sich elf engagierte Schüler:innen wöchentlich freiwillig am Nachmittag, um ihre Ideen kreativ umzusetzen.
In einem ersten Schritt wurden geeignete Motive gesammelt und entworfen – alle 8. Klassen der Schule waren daran beteiligt.
Vier ausgewählte Entwürfe werden nun auf großformatige Sperrholztafeln übertragen. Darüber hinaus ist eine öffentliche Ausstellung aller eingereichten Schülerarbeiten im Foyer des Verwaltungszentrums der Gemeinde Mülsen geplant.
„Wir freuen uns über das große Engagement der Jugendlichen und sind gespannt auf die künstlerischen Ergebnisse“, sagt Rolf Härtel, Vorsitzender des Heimatvereins Mülsen St. Jacob e.V.
„Das Projekt verbindet Kreativität mit Heimatverbundenheit und stärkt das Miteinander im Ort.“
Weitere Informationen und Berichte zum Fortgang des Projekts folgen in Kürze.
Erst nachdem alle Genehmigungen erteilt waren, erfuhr der Heimatverein durch Zufall davon, dass jetzt neben der Weihnachtspyramide im OT Mülsen St. Jacob ein Werbeaufsteller für den neuen EDEKA-Markt errichtet werden soll.
Dieser schändet natürlich den Gesamteindruck und die Ansicht unserer Weihnachts-Pyramide. Zu bemängeln ist, dass der Heimatverein als Betroffener nach der behördlichen Antragstellung weder informiert noch beteiligt worden ist! Das Werbeschild könnte genauso gut auch an der gegenüber liegenden Straßenseite aufgestellt werden und würde dort nicht so störend wirken.
Der Heimatverein ist enttäuscht über die Verfahrensweise.
Oft werden bei einem Umzug oder bei einer Dachboden- oder Nachlassräumung alte Dokumente oder auch Gegenstände achtlos in Container oder Mülltonnen entsorgt, weil man diesen Dingen keine Bedeutung mehr beimisst.
Dabei gehen oftmals auch frühere Zeitdokumente oder auch Gegenstände, die für spätere Generationen wichtig und informativ sein können, unwiederbringlich verloren!
Der Heimatverein Mülsen St. Jacob e.V. wendet sich deshalb heute an alle Leser mit der Bitte, alte Dinge, die für geschichtliche Vorgänge oder zur Bewahrung alter Traditionen oder Handwerkstechniken wichtig bzw. nützlich sein könnten, nicht wegzuwerfen!
Das können alte Dokumente, wie Urkunden, Verträge, Bauakten, Plakate, Fotos, Postkarten, Schriftverkehr, Münzen u.ä., oder auch frühere Alltagsgegenstände, alte Möbel, Werkzeuge, Maschinen usw. sein.
Wir bitten deshalb unsere Leser, dass sie beim Auffinden derartiger Dinge Mitglieder von den Heimatvereinen diesbezüglich ansprechen, um eine Sichtung vorzunehmen, bevor solche Sachen endgültig entsorgt werden.
Ansprechpartner können dabei die verschiedenen, in Mülsen ansässigen Heimat- und Brauchtumsvereine sein.
Kontaktangaben finden Sie dazu auf der Internetseite der Gemeinde Mülsen unter
Der Heimatverein Mülsen St. Jacob e.V. hatte zum 30. Radlersonntag wieder die Museumstüren des Härtelhaus geöffnet.
Neben Dauerausstellung und Webstuhlvorführungen war auch die Sonderausstellung „Kaffee“ ein voller Erfolg.
Der Heimatverein Mülsen St. Jacob e.V. bedankt sich besonders bei dem Deutschen Landwirtschaftsmuseum Blankenhain für die Leihgabe der Kaffee-Ausstellung.
Allen aktiven Vereinsmitgliedern, die tatkräftig zur Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung beigetragen haben, sei an dieser Stelle ebenfalls nochmals herzlich gedankt. Ein ganz besonderer Dank gilt unseren drei älteren Mitgliedern Willi, Eckhard und Gerhard, die unseren Besuchern die fachgerechte Vorführung der Webereitechnik ermöglicht haben.
Für erhaltene Spenden bedankt sich der Verein recht herzlich!
Hierzu wurde auch ein Beitrag im Mülsengrund Kurier (Mai/2025) verfasst, der noch mehr Details zum Tag des offenen Museums am 11.05.2025 offenbart.